Schneiderei-Markt 2017

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Am Sonntag war ich meiner Schwägerin beim Schneiderei-Markt in der Ottakringer Brauerei. Und Frau Raxn war auch da! Helga Neubauer von schnittmenge.at hat diesen Markt letztes Jahr erstmalig veranstaltet. Ich hatte zwar vor, hinzugehen, hab es dann aber doch nicht geschafft. Als ich dann die Nachberichte gelesen und Fotos angeschaut habe, war ich ganz enttäuscht, dass ich nicht dort war und habe mir einen Besuch für heuer fix eingeplant! Die Jeanswerkstatt im Februar, ebenso von Helga organisiert, habe mir schon mal nicht entgehen lassen und als mir Helga vor ein paar Wochen dann auch noch eine Einladung zum Schneiderei Markt schickte, war die Vorfreude perfekt!



Ich hab einige wohl bekannte Markt-Teilnehmerinnen getroffen – die Biostoffe.at oder den Stoffsalon, wo ich immer wieder sehr gerne einkaufe und mich beraten lasse. Lorenzi Scheren war auch dabei: Dort habe ich kürzlich meine Schneiderschere schleifen lassen und bin total zufrieden! Wie neu! Am Stand von schnittmenge gab es nicht nur wunderbare Stoffe zum Angreifen, Kennenlernen und zu Erstehen – nein, es gab auch eine Mini-Jeanswerkstatt. Da konnte ich bei Charly Oberhofer noch ein paar Fragen loswerden, die nach dem Nähen der ersten Jeans für mich (Die kennt ihr noch nicht, ich weiß! Aber sobald es tolle Fotos davon gibt, hält mich nichts mehr!) aufgetaucht sind.



Dann gab es einige Aussteller_innen, die ich so vom HörenSagenGooglen kannte. Das Werkbuchcafé ist so eines und ich hab mich total gefreut, durch so viele schöne und spannende Bücher durchblättern zu können! Da wäre schon das eine oder andere dabei, das meine Bibliothek gut ergänzen würde. Ich werde jedenfalls bald mal im Werkbuchcafé im 2. Bezirk vorbeischauen, dort gibt’s ja nicht nur Bücher, sondern auch coole Workshops.



Total beeindruckt hat mich der Stand von Veronika Persché. Bei meinen Stitching Sessions bei Walter Lunzer, der am Samstag vor Ort war, hab ich von Veronikas Knitting Sessions schon gehört. Aber die auf den großen Strickmaschinen gefertigten Strickstoffe live zu sehen, anzugreifen… das hat mich wirklich begeistert! Unglaublich tolle Muster, ein fantastischer Griff, unterschiedliche Materialien und viele Möglichkeiten. Und eine total sympathische Frau! Genial! Ich möchte auf jeden Fall bei einer der nächsten Knitting Sessions von Veronika Persché teilnehmen und sowas selbst ausprobieren. Wenn euch das auch interessiert, Termine gibt’s hier.





Ganz angetan war ich auch von Feiner Faden, der Zwirnknöpfe-Manufaktur aus dem 18. Bezirk. Ich habe mir vier kleine Eva-Knöpfchen gekauft und beim Workshop „Die alte Tradition der Zwirnknöpfe“ mitgemacht. Petra Mühlberger hat dabei sehr anschaulich erklärt, wie man einen einfachen Zwirnknopf wickelt, es gab ein Infoblatt dazu und wir konnten gleich alle selbst einen Knopf wickeln. Den Anfang hatte Petra schon vorbereitet, denn als Anfänger_in einen Knopf in nur einer Stunde zu wickeln wäre etwas schwierig. So war der Rohling schon aufgeschlagen und wir haben den Knopf mit der zweiten Farbe ausgenäht. Ich fand das total spannend, es hat großen Spaß gemacht, ich bin total zufrieden mit meinem Ergebnis – mein einziger Kritikpunkt am Zwirnknopf-Workshop sind die 10 Euro Materialkostenbeitrag, die ich nicht ganz nachvollziehen kann. Aber ich muss mir jedenfalls einige Rohlinge besorgen, denn ich bin angefixt! ;-)


Begeistert hat mich auch der Stand von brandless. brandless ist die erste europäische Marke, aus Wien übrigens, die sich auf die Herstellung von umweltfreundlichen Textilien ohne Branding spezialisiert hat. 2014 gegründet, setzen die zwei sehr sympathischen Herren den ganzen Markenzeichen, Logowahnsinn, Konsumdruck etc. ihre zeitlosen, hübschen T-Shirts ohne Logo und Markerl entgegen. Sie lassen also Platz für Individualismus und das finde ich echt cool! Fair produziert werden die Leiberln in Indien, brandless ist Mitglied der Fair Wear Foundation. Beim Schneiderei-Markt gab es nicht nur die Shirts zu kaufen, sondern auch die Restbestände der GOTS-zertifizierten Jerseys aus 100 % Baumwolle. Und da habe ich zugeschlagen und die jeweils noch vorhandenen 1,5 Meter in weiß und dunkelblau gekauft. Unglaublich streichelweiche Stoffe, die ich nun vernähen darf. Der weiße Jersey schreit gleich nach den #12coloursofhandmadefashion, auch wenn ich da ein paar Tage zu spät kommen werde. Aber ich hab zumindest schon damit begonnen und verrate euch dann mit dem Post zum Shirt gleich meine Tipps zum Vernähen dieser superfeinen Stoffe. Die Jungs haben mir verraten, dass sie überlegen, die Stoffe als Meterware in ihr Sortiment aufzunehmen – da solltet ihr gleich mal dran bleiben!


Ja und das Essen ist definitiv auch noch eine Erwähnung wert, auch wenn dies hier ein Nähblog ist ud am Essensfoto sieht, dass das auch ganz gut so ist, hehe! Aber das Catering vom 7stern war einfach so umwerfend und hat gut zum Schneiderei-Markt gepasst! Es gab unglaublich leckere Lunch-Bowls zum selbst zusammenstellen. Vom Kichererbsen-, Couscous- oder Nudelsalat über Hummus und Guacamole bis zu Balsamicozwiebeln und gegrilltem Gemüse reichte die Auswahl, mit der man seine Box füllen lassen konnte. Außerdem gab´s noch total hübsche Torten, Tartes und Kuchen, die ich zwar nicht beim Markt aber schon mehrmals im 7stern verkostet habe – großartig!

Ich bin noch immer ganz angetan von den Erlebnissen und interessanten Menschen am Sonntag. Da waren einfach sehr besondere Aussteller_innen und viel Inspiration dabei, eine ganz tolle Atmosphäre und ein erstaunlich gemischtes Publikum! Vielen Dank an Helga Neubauer/schnittmenge.at für die Organisation des tollen Schneiderei-Markts! Hier auf Facebook könnt ihr euch noch mehr Fotos anschauen! Hoffentlich gibt’s im nächsten Jahr wieder eine neue Ausgabe, ich wär in jedem Fall dabei!

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